Hier mein Reisebericht von der Fahrt zum Gardasee im Jahr 2020. Wir haben die Reise vor der Corona-Kriese geplant und hatten dann glück, dass wir sie kurz vor den zweiten Reisebeschränkungen noch durchführen konnten. Da der Urlaubsort etwa 1000 km entfernt ist, haben wir die Fahrt auf zwei Etappen aufgeteilt. Gefahren sind meine Eltern und ich mit unserem Wagen. Der Bericht ist in Tagebuchform.

3.10.2020

Da ich den weiteren Weg habe, wegen der Probewohnung, habe ich schon eine Tagesetappe hinter mir. Am 3.10. ging es dann um 07:30 Uhr für uns alle los. Gegen 14 Uhr kamen wir nach einer unspektakulären Fahrt an unserem Tagesziel, einem Hotel bei München an. Schwieriger war dann dort, das Hotel zu beziehen. Es gab keine geöffnete Rezeption, man sollte die Buchungsnummer im Automaten eingeben, anschließend wollte der Automat die Kreditkarte haben, obwohl wir extra teuer ein Zimmer ohne Kreditkarte gebucht haben. Sollte er also die Karte haben, nur sie gefiel ihm zunächst nicht. Da mussten wir doch den Mitarbeiter rausklingeln. Bei ihm ging es dann mit der Karte. Das Zimmer war klein und gefährlich, es gab über dem Bett ein hervorstehendes Kinderbett, genau in Kopfhöhe. Es war das Hotel Ibis Budget. Als der Regen aufhörte machten wir noch einen kurzen Spaziergang.

4.10.2020

Am 4.10. ging es um 08:40 Uhr weiter. Etwa eine halbe Stunde später waren wir an München vorbei und die ersten Berge taten sich vor uns auf. Das Wetter wechselte von Sonne über Nebel zu Regen. Für Österreich hatten wir die Maut schon bezahlt, das Auto wurde registriert. Die Maut ist für 10 Tage zu buchen, die jedoch nicht so lang wie die 10 Nächte sind, für die wir die Ferienwohnung gebucht haben. Daher mussten wir zwei Mal bezahlen. In Italien wird nach jeder Fahrt bezahlt. Italien hat nur wenige Rastplätze.

Nach zwei Grenzüberschreitungen waren wir gegen 13:30 Uhr an der Ferienwohnung. Nach dem zeigen und klären der Formalitäten ging es auch gleich in den Gardasee. Er hatte deutlich spürbare Wellen, die man auch hörte. Der Strand war Steinig, was beim Auftreten etwas unangenehm ist, da es runde Steine sind, ist es jedoch nicht gefährlich. Die Bewegung der Steine hört man auch, wenn man den Kopf unter Wasser hat. Der Pool auf dem Gelände musste dann auch gleich ausprobiert werden. Vor dem Abendessen machten wir noch einen Spaziergang über das Gelände. Es ist wie ein Park angelegt, wir wohnen im Nebengebäude der Villa. Es gibt Bananen, Oliven, Oleander, Rosmarin, Salbei, Tomaten, Palmen, Statuen, einen Grillplatz und einen Tennisplatz.

5.10.2020

Heute sind wir die Promenade entlang Richtung Süden gegangen. Am nächsten Ort haben wir kehrt gemacht. Auf dem Rückweg waren wir noch einkaufen. Vorbei ging es unter anderem an einem Wohnwagenplatz, an verschiedenen Restaurants, am Hafen von Garda und an vielen Pflanzen. Auch ein Gummibaum wuchs draußen. Und es gab viele Olivenbäume.

Weil die Handtücher in der Wohnung nicht trockneten, haben wir den Wäscheständer vor die Tür geschafft. Anschließend war Vater mit mir noch rennen, jetzt in nördlicher Richtung direkt am Strand entlang, der war die ganze Zeit steinig, es gab jedoch einen festen Streifen, auf dem man gut rennen konnte. Kurz nach dem Start regnete es, aber nur kurz, das hat der Wäsche nicht gestört. Ein kleiner Bach lief in den See, den man mit einem Schritt überqueren konnte. Nach einer Weile kam man jedoch nicht weiter, so dass wir umkehren mussten. Das Sportprogramm wurde mit einem Bad abgeschlossen. Jetzt gab es kaum noch Wellen. Das Wasser ist etwas wärmer als im Kaulsdorfer See. Die Luft ist eher nicht wärmer. Es gab jedoch nur den einen kurzen Schauer, sonst war es meist sonnig. Direkt am Strand ist eine Dusche, da kann man das auch noch gleich erledigen.

Weil früh der Herd nicht ging, kam nun die Vermieterin. Bei ihr hat es funktioniert, die Kaffeemaschine hat sie auch in Gang bekommen. Die anderen Sachen haben wir vergessen zu fragen.

Nach dem Abendessen wollten wir den Sonnenuntergang fotografieren, das war jedoch von hier aus nicht möglich. Dafür müssen wir an einem anderen Tag weiter gehen.

6.10.2020

Heute früh sind wir aufgestanden, wohl zu der halben Nacht. Nach dem Essen ging es los zum Hafen. Mit dem Motorboot haben wir den See überquert. Es hat etwas geschaukelt, was man vor allem beim Gehen über Deck gemerkt hat. Unser Ziel war Rivera Gardone, wo sich der Botanische Garten befindet. Dort hab es viele Blumen, Bananen, Bambus bis 10 Meter hoch in Schwarz oder hell, gestreift und... Es gab auch Palmen. Von den abgestorbenen Blättern haben diese oft Haare. Bei einer waren die Haare entfernt, der Stamm war nun glatt und hatte nur ab und zu Ringe. Neben den Pflanzen gab es auch einige Kunstinstallationen, Wasserläufe, ein Hörnertier, das über die Brücke hinweg einem Mann in den offenen Mund spuckt. Man muss entweder darauf vertrauen, dass er gut zielt, oder die Brücke in den Spuckpausen überqueren.

Beim Boot und beim Botanischen Garten gab es für den behinderten, bzw. die Begleitung frei oder vergünstigt.

Nach dem Besuch im Garten hat sich Vater noch einen Kaffee bestellt, der jedoch sehr klein ausfiel, etwa 30 ml. Zurück auf dem Deck wehte zwar der Wind, nur ist es heutzutage nicht möglich, sich den Wind um die Nase wehen zu lassen.

Nach der Rückkehr gab es noch einen richtigen Kaffee, anschließend waren wir wieder rennen, wieder nach rechts, weil es links manchmal Maskenpflicht gibt. Es geht immer ein Stück am Strand lang, nur irgendwann ist Schluss. Man kommt nicht weiter, weil das Wasser bis an die Wand reicht. Oben an der Straße kann man auch nicht laufen, weil die Italiener den Gehweg vergessen haben. Dafür gibt es häufig Fußgängerüberwege. Man kann also den Nachbar gegenüber besuchen, jedoch nicht den nebenan. Nach dem Lauf ging es Baden. Diesmal sind wir über die Bootsrampe in den See. Das war deutlich angenehmer, als über den steinigen Strand. Der See war heute wieder etwas welliger, jedoch nicht so, wie am Sonntag, unserem Anreisetag. Leider ist das Wasser hier sehr dreckig, so dass wir nach dem baden noch duschen müssen. Bei der Bootsfahrt hat es zum Teil auch sehr nach Gülle gerochen, was man beim Schwimmen zum Glück nicht merkt.

Mutter war in der Zwischenzeit im Ort unterwegs und hat Mitbringsel gekauft. Danach ging es an die Vorbereitungen für das Abendessen. Ich habe die Zwiebeln in den falschen Topf getan, sonst hat es gut funktioniert, der Herd ging auch noch.

7.10.2020

Wir sind wieder sehr früh aufgebrochen. Heute ging es nach Torri Del Benaco Hier haben wir das Museum an der alten Burg besucht. Es hatte einiges zum Anfassen. Jeder Raum war einem Thema gewidmet. Draußen gab es einen Brunnen, bei dem die Kette zum Heben des Eimers und der steinerne Rand zu ertasten waren. Es gab Pressen für Olivenöl und verschiedene Auffangbehälter. Weitere Werkzeuge waren drin. z. B. Schären zum Beschneiden der Bäume, eine Art Kamm, um die Oliven damit abzuernten, Ledertaschen und modernere Netze für die Früchte, eine Leiter etc. Die Leitern bestehen hier nur aus einem Mittelstaab, an dem die Sprossen befestigt sind, die nach rechts und links gehen. Der Staab hat eine Spitze, wie eine Schippe, die kommt in die Erde, oben wird er an den Baum gelehnt und man kann an den Sprossen hinaufklettern.

Die geernteten Oliven werden zunächst gemahlen, es gab verschiedene Mühlen zu betrachten. Anschließend wird der entstandene Brei auf eine Art Tuch ausgebreitet. Mehrere Tücher mit Brei werden aufgeschichtet und kommen dann in die Presse.

Zudem gab es Werkzeuge zum Bootsbau zu betrachten. Die Bauzeichnung wurde zunächst in die Erde gezeichnet, anschließend begann man vor Ort mit dem Bau. Es gab Hobel, Sägen, Hämmer und vieles mehr. Die fertigen Boote wurden mit Teer abgedichtet.

Genutzt wurden die Boote zum Transport und zur Fischerei. Es wurden hierfür verschiedene angeln und Netze gezeigt. Jedes Jahr in der zweiten Aprilhälfte werden die Fischereirechte auch heute noch neu versteigert.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Museums ist die Orangerie. Früher wurden aus der Region Gardasee auch Zitronen exportiert. Die Bäume vertragen keinen Frost, sind also für die Winter hier nicht ganz geeignet. Es gibt daher Häuser, die sie schützen. Es wurden Wasserschüsseln aufgestellt, beginnt das Wasser zu gefrieren, hat man ein Feuer angezündet, um das Haus zu beheizen. Im Frühling wird das Bretterdach entfernt und auch die Fenster können herausgenommen werden. stehen bleibt nur das Gerüst des Hauses. Ein solches Haus konnte man besichtigen, es wuchsen auch verschiedene Zitrusbäume darin.

Da es eine Burg war, gab es auch Kanonen im Freigelände. Nach dem Museumsbesuch waren wir noch in einer Kirche, wo wir unter anderem den Beichtstuhl betrachteten. Am Geldautomaten im Ort bekamen wir 200 Euro und eine Quittung über 100 Euro. So läuft das also in Italien. In Griechenland gibt es bestimmt eine Quittung und kein Geld...

Da wir wieder zur halben Nacht aufgestanden sind, kamen wir schon um 13 Uhr von unserem Tagesausflug zurück. Nun hatten wir noch über zwei Stunden zu warten, bis wir mit dem Sportprogramm beginnen konnten. Nach dem Abendessen hat Vater noch versucht, ein Bild vom Sonnenuntergang zu machen. Die Sonne verschwand jedoch hinter den Bergen.

8.10.2020

Heute ging es auf den Berg Monte Baldo. Dazu sind wir erst 32 km mit dem Auto gefahren und dann in die Seilbahn umgestiegen. Wir mussten mit zwei verschiedenen Seilbahnen fahren. Bei der Zweiten hat sich die Kabine selbst nochmal gedreht. Die Drehung war so langsam, dass ich sie nicht bemerkt habe. Oben auf dem Berg gab es keine Bäume oder Sträucher, so dass eine große kostenpflichtige Toilettenanlage gebaut wurde. Draußen war es merklich kühler als im Tal und etwas windig. Da die Sonne intensiv schien, hat dies jedoch nicht gestört.

Wir sind eine Runde um den Berg gelaufen. Dabei trafen wir auf den Startplatz von Drachenfliegern, die wir angesprochen haben. So ein Drachen ist verpackt so groß wie ein Reiserucksack und auch so schwer, ich schätze 12 kG. Entpackt sind sie etwa 27 m^2, es gibt auch größere, für zwei Personen. Man hat einen Stuhl aus Gurten, in dem man beim Flug liegt. der mit einer Art Angelsehne an dem Drachen befestigt wird. Der Drache fasst sich wie eine Mischung aus Folie und Zeltbahn an, die Sehnen sind dicht bei dicht am Rand befestigt und laufen an Schlaufen zusammen. Man muss ein paar Schritte laufen und hebt dann ab. Man kann ins Tal fliegen, der Drache ist lenkbar. Manche haben den Landeplatz verfehlt und sind in den See geflogen. Daher wollten die anderen noch etwas warten, bis der Wind dreht. Später haben wir einige von ihnen fliegen sehen, auf dem Platz war auch später noch reges Treiben.

Die Steine dort oben waren überwiegend Kalksteine. Viele liegende Steine waren so platt, dass man sie gut zum Mauern oder Pflastern hätte nehmen können. Es war recht felsig, es gab aber auch Wiesen und Enzian und Edelweiß. Man konnte auf den Wegen relativ gut laufen. Oben befand sich auch ein Restaurant, das in seinem Garten frische Kräuter und Salate angepflanzt hat.

Bei unserem Rundgang bekam ich noch einen Anruf von einer Freundin, die vor einiger Zeit ebenfalls auf dem Berg war. Das hat mich gefreut, welch ein Zufall.

Für die Rückfahrt mit der Seilbahn hat Mutter spezielle Schutzmasken verteilt. Diese rutschen dauernd nach oben oder unten. Nach etwa 10 Mal habe ich es aufgegeben, das Teil wieder auf die Nase zu rücken, so dass meine Eltern diese Aufgabe übernommen haben.

Unten sind wir in den Ort gefahren und dort noch etwas umhergelaufen.

Beim Rennen haben wir eine Frau angesprochen, sie hat uns erzählt, was das mit dem Ende des Strandweges auf sich hat. Man kann mit Wasserfesten Schuhen durchs Wasser laufen, anschließend kommt man auf den Parkplatz eines Luxushotels und von dort wieder auf die Straße. Wir haben uns schon über die Menge der Radfahrer und zum Teil Fußgänger gewundert, die dort unterwegs sind, wo es doch nicht weitergeht. Es gibt manchmal einen Radweg am Ufer des Gardasees, jedoch nicht an allen Bereichen.

Bei der Fahrt mit dem Auto kamen wir an mehreren Wohnwagenplätzen vorbei. Es war jedoch kein einziges Zelt auf den Plätzen zu sehen, nur Vorzelte.

9.10.2020

Bevor wir los sind hat Mutter den Milchreis gekocht und ins Bett gestellt. Dann ging es zum Hafen, mit dem Kahn fuhren wir nach Sirmione. Dies ist eine Halbinsel im Gardasee. Dort gibt es die Reste eines Anwesens, das etwa zu Kalenderbeginn errichtet wurde. Es gab dort ein großes Hallenbad. Erwärmt wurde es durch Luft, die über einen etwa 40 cm breiten Zwischenraum zwischen der inneren und äußeren Wand eingeführt wurde, das Wasser stammt aus Zisternen. Zudem war dort ein großes Herrenhaus für reiche Römer. Das Baumaterial wurde später für die Burg und für weitere Bauwerke wiederverwendet. Somit sind nur noch Ruinen übrig. Einige Wände stehen noch, zum Teil sind auch die Wandmalereien zu erkennen. Dieses Anwesen ist an die nördliche Spitze der Halbinsel gebaut und hat guten Blick auf den See und direkten Strandzugang. Der Garten besteht aus Olivenbäumen. Zudem gab es überdachte Gänge, um bei schlechtem Wetter spazieren zu können. Von der ganzen Anlage gibt es ein Modell, das ich auf Nachfrage abtasten durfte.

Anschließend ging es noch durch den Ort und an der Burg vorbei. In dem Ort gibt es viele Hotels und entsprechend viele Touristen.

Als wir zurück waren, begannen wir mit unserem Sportprogramm. Mutter wollte im Garten ruhe finden, was nicht möglich war, weil ein Mann mit einem lauten Gerät die Blätter umhergetrieben hat. Hier will man nicht auf den Wind warten.

Gegen 18 Uhr hieß es für den Milchreis aufstehen. Er war noch warm, musste jedoch verdünnt werden.

10.10.2020

Heute ging es in eine andere Stadt, weil dort Markt war. Da war Mutter in ihrem Element. Vater war damit beschäftigt schwere Taschen zum Auto zu tragen und Geld vom Automaten zu holen. Dann hat er mir noch ein paar Statuen und das Werk der Turmuhr gezeigt, dass man nach unten gestellt hat. In Garda ging es dann nochmal auf den Markt.

Wir waren recht früh zurück, daher hatten wir lange zu warten, bis wir Sport machen konnten. Mutter war heute auch baden, in den See wollte sie nicht, nur in den Pool. Als sie eine tote Maus im Wasser gesehen hat, ist sie wieder raus.

11.10.2020

In der Nacht begann es zu regnen, was den Tag über bis Mittag anhielt. Wir sind heute wieder nach Torri Del Benaco, wo wir auch im Museum waren. Heute sollte dort ein Antiquitätenmarkt sein, der war jedoch nicht da, so dass Mutter mit dem Lebensmittelladen vorlieb nehmen musste. Anschließend sind wir zurück nach Garda, wo Vater mit mir wandern war. Es ging durch den Wald auf einen Berg und durch die Weinreben zurück.

Auf dem Strandweg waren heute mehrere Motorräder unterwegs, die ganze Woche war keins.

Der See war relativ ruhig. Nur ein Schiff machte Wellen. Zuerst spürten wir die Wellen beim Schwimmen, erst einen Moment später hörten wir die Wellen auf den Strand treffen.

12.10.2020

Heute ging es nach Verona. Gern nehme ich in einer Stadt zunächst an einer Stadtführung teil. Da erfährt man einige wichtige Hintergrundinformationen und wenn der Führer gut ist, werden die Informationen mit Humor und Unterhaltungswert vermittelt. In Verona sollte die Stadtführung jedoch 40 Euro pro Person für eine zweistündige Führung kosten. Das fanden wir recht viel. Daher habe ich die App Guide Mate installiert. Hier kann man sich Audio-Stadtführungen für verschiedene Städte herunterladen, der für Verona war sogar kostenlos. Es gibt nun einen kurzen Beitrag über einige Sehenswürdigkeiten anzuhören. Leider erhält man jedoch keine Navigation zu den Sehenswürdigkeiten. Somit hat uns das Programm in der Stadt nicht geholfen. Wir sind erst eine Runde durch die Innenstadt gelaufen. Hier gab es einige Geschäfte. Wir kamen auch an der Arena und am Haus von Romeo und Julia vorbei, das für Touristen hergerichtet wurde. Hier standen viele Leute davor. Auf dem zentralen Platz gab es auf einem Podest vier Pfeiler, wo man Bösewichte anketten konnte. Daneben war eine steinerne Badewanne. Dieses Objekt, die Pfeiler der Arena, die Säulen vor dem Rathaus, das Stadttor und einige Statuen konnte ich anfassen.

Auf dem Rückweg waren wir tanken. Die erste Tankstelle funktionierte nicht, da war irgendein Automat, deren Funktionsweise uns nicht erschloss. Um 14 Uhr waren wir zurück. Jetzt habe ich den Stadtführer angehört. Anschließend waren wir rennen und Baden, heute wieder mit ein paar mehr Wellen. Die Sonne schien heute auch wieder den ganzen Tag.

13.10.2020

Heute ging es zum Wandern. Zunächst haben wir auf dem Weg ein Relief vom Gardasee betrachten können, das groß auf dem Gehweg der Strandpromenade aufgebracht war. Das war sehr hilfreich, damit ich mir die Form des Sees vorstellen kann.

Anschließend ging es landeinwärts, also Bergauf, an vielen Villen vorbei. Am Wegesrand gab es ein Sportgerät zum Bauchmuskeltraining. Ein Herr war mit der Olivenernte beschäftigt. Er hatte ein Tuch auf der Erde ausgebreitet und ist mit der schon beschriebenen Leiter, die aus nur einem Mittelholm besteht, hochgeklettert und hat die Oliven abgepflückt und runterfallen lassen. Das Wetter war heute auch wieder sehr schön.

Nach drei Stunden waren wir zurück und hatten noch eine Stunde zu warten, bis wir mit dem Sport beginnen konnten. Der See war heute wieder ruhig.

Da morgen abreise ist, haben wir schon einige Sachen zusammengepackt. Am Abend gab es Rührei mit Schnittlauch aus dem großen Garten.

14.10.2020

Um 09:30 Uhr hatten wir alles zusammengepackt und die Schlüssel abgegeben. Es ging los, zurück über die Alpen. Unterwegs habe ich etwas gelesen. Das war nicht die beste Idee. An der Grenze zu Deutschland wurden wir rausgezogen, weil ich eine Braillezeile in der Hand hielt. Man wollte wissen, was das ist. Nach einer kurzen Erklärung ging es zum Glück weiter. Dieses Gerät sorgt ab und zu für Aufregung, am Flughafen musste ich die Zeile auch schon auspacken, sieht halt gefährlich aus.

Nach 14 Uhr hatten wir auch schon unser Tagesziel erreicht, das Hotel bei München. Während wir in Italien bei Sonnenschein losgefahren sind, war es in Deutschland trüb und hat genieselt. Wir haben später noch einen Spaziergang gemacht, die Umgebung vom Hotel war nur ein großes Industriegebiet. Es war das gleiche Hotel wie bei der Hinfahrt, nur ohne drittes Bett.

15.10.2020

Um 10 Uhr ging es weiter, nachdem wir gegessen und getankt hatten. Um 11 Uhr hatten wir kurz vor Nürnberg die 200 000 km voll. Das Wetter war wieder durchwachsen. Um 17 Uhr waren wir zurück. Erst am nächsten Morgen hat die Katze gemerkt, dass wir wieder da sind und kam durch die extra dafür offenstehende Kellertür herein. Sie bekam erst einmal ein Verwöhnprogramm.

Ursprünglich sollte vom Gardasee unabhängig noch eine Tandemfahrt ins nördliche Brandenburg folgen, der Zeltplatz wollte jedoch keine Berliner empfangen.